Peanuts- The Movie

Wer kennt sie nicht, den niedlichen Hund Snoopy und seinen Freund Charlie Brown. Jetzt besuchen sie die Kinoleinwände.

 

Charlie ist ein Tollpatsch, sein bester Freund ist sein Hund. Obwohl er mit den anderen Kindern draußen spielt, verärgert er sie öfter mal unfreiwillig, weil etwas nicht so klappt, wie es soll. Als im Haus gegenüber ein neues Kind einzieht, hofft er auf einen Neuanfang. Das neue Kind, ein Mädchen mit roten Haaren, kommt in seine Schulklasse und Charlie verliebt sich. Für sie will er sein Bestes geben, traut sich aber nicht so recht, sie anzusprechen, selbst mit Snoopys Hilfe nicht. Als er erfährt, dass das Mädchen gerne tanzt, übt er mit seinem Hund tanzen um den Wettbewerb an seiner Schule zu gewinnen und als Sieger mit ihr tanzen zu dürfen. Natürlich geht auch hier einiges schief. Er zieht das Mädchen als Partnerin für eine Buchbesprechung und übernimmt ihrne Teil der Arbeit, da sie nicht in der Schule sein konnte. Er sucht sich ein sehr schwieriges Buch aus und schafft es tatsächlich, nach einigen Schwierigkeiten eine tolle Analyse zu schreiben. Die der Lehrer leider niemals lesen wird. Als er beliebt wird durch einen perfekten Test, den er in der Schule schreibt und feststellt, dass gar nicht sein Test der perfekte war, gibt er schweren Herzen den Ruhm auf, weil es das Richtige ist. Am Ende hält er sich für den schlimmsten Versager, aber das Mädchen entscheidet sich für ihn als Brieffreund über die Sommerferien. Er bringt endlich den Mut auf, sie anzusprechen und ihr den Bleistift zurückzugeben, den sie mal hat fallen lassen. Im Zuge dessen schafft er dann tatsächlich, was er schon so lange erfolglos versucht: er lässt einen Drachen steigen. Und das Mädchen öffnet ihm die Augen. Es hält ihn nicht für einen Versager, sondern für einen tollen Kerl, der Mut beweist, in dem er über seinen Schatten springt, dem andere am Herzen liegen und der nie aufgibt, wie schwierig es auch werden mag.

 

Neben den komischen Elementen, die sich den ganzen Film über zeigen, findet sich hier eine tolle Botschaft. Du bist nicht nur toll, weil dir alles gelingt. Du bist schon toll, wenn du es nur versuchst, wirklich versuchst und nicht aufgibst. Und oft braucht es nur jemanden, der immer zu dir hält und jemanden der dir die Augen öffnet, damit man es selbst sieht. Eine schöne Nachricht an all die Charlie Browns da draußen, denn ein bisschen Charlie Brown steckt wohl in beinahe jedem von uns.

 

Ich gebe dem Film 4 von 5 möglichen Goldsternchen.

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Der kleine Prinz

Was man in der Vorweihnachtszeit nicht alles tut, um der Familie eine Freude zu machen. Meine schleifte mich in einen Film, den ich eigentlich gar nicht sehen wollte- Der kleine Prinz. Mich hat schon das, was ich vom Buch kannte, nie wirklich gereizt (ja, nennt mich Banause, aber wahrscheinlich war es einfach nicht die richtige Zeit für mich, mittlerweile habe ich richtig Lust, mir das Buch mal zu Gemüte zu führen) und als ich dann den Trailer sah, weckte es nicht gerade mein Interesse und ich stellte mich auf zwei Stunden Langeweile im Kino ein. Wie falsch ich doch liegen sollte…

 

Im Film geht um ein kleines Mädchen, das unbedingt auf eine bestimmte Schule, die Werth Academy, will/soll. Als aber das Vorstellungsgespräch nicht gut läuft, kauft die Mutter kurzerhand ein Haus im zuständigen Distrikt, sodass sie genommen werden muss. Das Haus ist besonders günstig und natürlich kommt dieser günstige Preis mit einem “Haken”. Nebenan wohnt ein alter Mann, der so gar nicht in diese Nachbarschaft passt und das auch gar nicht will. Das Mädchen, das eigentlich über die Sommerferien für die Schule lernen soll, freundet sich mit ihm an und er erzählt ihr die Geschichte vom kleinen Prinzen. Bei ihm handelt es sich um den Piloten, den der kleine Prinz in der Wüste darum bat, ihm ein Schaf zu malen.

Mein erster Gedanke war: “Oh mein Gott, da ist alles so farblos und eintönig, alles durchgeplant…” und dieser Gedanke schrie immer lauter in meinem Kopf, als die Mutter den Lebenplan für ihr Kind aufstellt. Minute für Minute durchgeplant und sogar die Geburtstaggeschenke sind auf Erfolg in der Schule ausgerichtet. Selbst das Kinderzimmer war eintönig grau und eigentlich wollte ich der Leinwand nur “Lass das Kind einfach mal Kind sein!” entgegenbrüllen. Irgendwann betritt das kleine Mädchen den Garten des alten Mannes nebenan und es ist, als wäre man in einer völlig anderen Welt. Alles ist bunt, durcheinander… Man merkt, dass hier gelebt und nicht einfach nur funktioniert wird.

Als zum ersten Mal der berühmte Satz fällt: “Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für Augen unsichtbar.” fließt bei mir schon die erste Träne, so sehr nimmt mich der Film mit. Wie es so kommen muss, findet die Mutter irgendwann heraus, dass ihre Tochter die Ferien damit verbracht hat, ein Kind zu sein und verbietet ihr, den alten Mann wieder zu treffen. Wieder ein Tränchen. Den Rest des Sommers wird dann tatsächlich am Lebensplan gearbeitet. Bis das Mädchen mit ihrer Mutter nach Hause kommt und einen Krankenwagen vor dem Haus des alten Mannes sieht. Da vorher schon in einer herzzerreißenden Szene über das “Loslassen” gesprochen wurde und wie ein Verstorbener trotzdem immer bei einem bleibt, musste hier wieder ein Taschentuch her. Das Mädchen wird im Krankenhaus nicht zu ihm vorgelassen und es beschließt, dass der alte Mann den kleinen Prinzen jetzt mehr braucht als je zuvor und macht sich mit dem alten Flugzeug, an dem der Pilot in seinem Garten gebastelt hat, auf die Suche nach ihm.

Sie findet den Prinzen. Doch der nennt sich jetzt Herr Prinz und hat leider alles vergessen. Er weiß nicht mehr, wie es ist, ein Kind zu sein, hat den Piloten, seine Rose, seinen Fuchs und die Schlange vergessen und ist nur noch um seine Arbeit besorgt. Um dem Mädchen zu helfen, bringt er sie in die Schule, wo er das Erwachsensein gelernt hat. Im letzten Moment hilft er ihr aber noch, dem zu entkommen und erinnert sich langsam wieder. Der kleine Prinz kehrt nach Hause zurück, auf seine Asteroiden zu seiner Rose (hallo Taschentuch) und das Mädchen nach Hause. Dem alten Mann überreicht es die Geschichte vom kleinen Prinzen in ein Buch gebunden. Hier brachen entgültig alle Dämme und die Tränen flossen nur so dahin. Selbst meine Sitznachbarin verdrückte die ein oder andere Träne.

 

Dieser Film ist eine wunderschöne, rührende Geschichte darüber, wie wichtig es ist, ein wenig vom Kindsein zu bewahren und zu träumen. Eine wunderschöne Erinnerung daran, dass Kinder einfach Kinder sein können dürfen müssen. Dass ein durchgeplantes Leben nicht glücklich macht. Ein Plädoyer für die Fantasie. Ich finde, ganz viele Eltern sollten sich diesen Film einmal ansehen und zu Herzen nehmen.

Ein einziges Manko ist die Stimme des erwachsenen kleinen Prinzen, Verzeihung: von Herrn Prinz. Til Schweiger passt meiner Meinung nach einfach nicht auf diese Rolle. Alles in allem vermag er aber nicht, diesem wundervollen Film seinen Charme zu nehmen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen goldenen Sternchen und warte sehnsüchtig auf die Veröffentlichung der DVD.

Die Anatomie des Erwachens von Eleanor Catton

Dieses Buch sprach mich vor allem durch das Cover an, mit dem die deutsche Erstausgabe geziert ist. Leider handelt es sich hierbei um einen klaren Fall von Don’t judge a book by its cover.

In diesem Buch geht es laut Klappentext darum, dass eine siebzehnjährige Schülerin eine Affäre mit ihrem Musiklehrer hat und wie ihre Freundinnen dadurch die “Macht ihrer Weiblichkeit” entdecken. In einer Schauspielschule wird über den Fall ein Stück aufgeführt. Klang für mich nach einem Buch, dass durchaus zu fesseln verstehen könnte. Wie falsch ich damit lag, merkte ich schon zu Beginn des Buches.

Ein Großteil der Handlung spielt im Musikunterricht einer Namenslosen Musiklehrerin, die immer nur als “Die Saxophonlehrerin” bezeichnet wird, andere Teile spielen in der Schule, wo sich die Affäre anbahnte und in einer Schauspielschule, die neben dem Musikstudio liegt. Es fällt schwer, sich den Charakteren zu öffnen, denn durch den Schreibstil bleiben sie stets auf Distanz. Jedes Mal, wenn ein Name fällt, muss man aufs Neue überlegen, ob man ihn schon kennen muss und wer das nochmal war, vor allem bei den Schülerinnen der Saxophonlehrerin. Denn die werden meist aus der Perspektive der Lehrerin beschrieben und die sieht ihre Schülerinnen wohl teilweise einfach nur als Rollen in einem Theaterstück, denn öfter fallen Sätze wie “Das Mädchen, das Bridget spielen sollte, rückte an die Stelle der Isolde.” oder so ähnlich.

Kaum denkt man, man könnte so langsam einen Überblick bekommen, springt das Szenario von der Musikschule zur Schauspielschule. Hier treffen wir auf die einzige Person, der ich überhaupt irgendetwas abgewinnen könnte: Stanley.

Gegen Ende wird das Buch ein klein wenig leichter zu lesen, aber diverse Zeitsprünge, die teilweise mitten im Kapitel völlig überraschend auftauchen, und Lücken in der Geschichte machen das Buch sehr anstrengend, sowie es auch der gesamte Schreibstil der Autorin tut.

 

Was hätte ein tolles Buch über das Erwachen der Sexualität bei jungen Menschen sein können, ist leider anstrengend zu lesen, die Charaktere bedeuten dem Leser nichts, man ist nicht einmal berührt, wenn eine der Schülerinnen stirbt. Alles in allem kein Buch, das ich so schnell noch einmal lesen wollen würde.

 

Ich vergebe 1,5 von 5 möglichen Goldsternchen.

Die Blutschule von Max Rhode (aka Sebastian Fitzek)

Ich habe letztens “Das Joshua Profil” von Sebastian Fitzek* gelesen, in dem es um Max Rhode und teilweise auch um die Ereignisse in “Die Blutschule” geht und dachte so bei mir, dass es ja echt toll wäre, würde jemand, am besten Herr Fitzek selbst, dieses Buch noch ergänzend herausbringen. Nach einer kurzen Internetrecherche stellte sich heraus: Das Buch gibt es schon, es schon, es erschien gut zwei Wochen vor dem Joshua Profil. Natürlich wurde es bei nächster Gelegenheit gekauft und (fast) sofort gelesen.

Simon und Max ziehen mit ihren Eltern aus Berlin in die Einöde, an einen See.Mit dem als Pädophilen bekannten Stotter-Peter als Nachbarn und einen Jugendbande, die es vom ersten Moment an auf die beiden abgesehen hat. Der sonst so liebevolle Vater verändert sich durch den sogenannten Seelenspiegel und nimmt seine Söhne mit auf einen Ausflug auf eine einsame Insel. Er will sie unterrichten, was die Gesellschaft sie nicht lehren will: Fallen stellen. Opfen jagen. Menschen töten.

Die ersten zwei Seiten sind etwas verwirrend, da der Erzähler (Simon) bereits die gesamte Geschichte kennt und rückblickend in einem Tagebuch davon erzählt und quasi mit der Tür ins Haus fällt. Das Gefühl legt sich ab Seite drei jedoch, wenn Simon von Beginn an erzählt. Das Buch hat eine recht lange “Aufbau”phase, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tut, lernt man hier doch auf spannende Weise erst einmal sämtliche Figuren kennen, die dem Leser (und den Hauptfiguren) auch den übernatürlichen Teil der Geschichte erklären. Denn dies ist kein typischer Fitzek Thriller. Es handelt sich (trotz Betitelung der Erstauflage durch den Verlag) um einen Horrorroman. Was typisch Fitzek ist, ist die fesselnde Art zu schreiben und die Schockmomente, die in diesem Buch vor allem gegen Ende platziert sind und den Leser das Buch nach der letzten Seite mit einem leicht unguten Gefühl beiseite legen lassen. (Kleiner Tipp: Vielleicht nicht unbedingt vor dem Schlafengehen lesen, wenn man zu Albträumen neigt…) Witzig ist jedoch, dass wer nach der letzten Seite noch umblättert, vielleicht in der Hoffnung, dass es doch noch einen schönen beruhigenden Schlusssatz gibt, nicht auf eine übliche Danksagung stößt, sondern auf eine Beschwerde.

 

Alles in allem ein rundherum gelungenes Lesevergnügen, dass den Leser immer mehr in seinen Bann zieht. Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Goldsternchen.

 

 

*Die Review gibt es hier.

The Hunger Games- Mockingjay Part 2

After reading all the books in less than a week, of course I had to go see the movies. And the first three were amazing. Close to the books, changes only made when necessary (we all know you can’t turn a book into a movie and keep everything the same)… So now it was time for the grand finale.

“WELCOME TO THE 76TH HUNGER GAMES!”- Finnick

Katniss is moving in on the Capitol, the war is coming to an end. Lives will be lost. Some of them close to the viewers heart. And yes, sometimes you get the feeling that Katniss and her fellow rebels are part of another issue of the Hunger Games. The traps set by the game makers, the canon shots that are very cleverly used by the Capitol to announce the death of certain rebels and those being watched from a hiding space…

Does this last (is it really really over?!) movie keep up with the previous ones? Yes, it does. The acting is amazing, the settings great, the speed is right… It’s not perfect because nothing is but it’s an amazing finale. The movie doesn’t deal lightly with the effects all the events have had on everyone, especially Katniss.

Without losing too many words about this, I give this movie 4,5 out of 5 possible gold stars.

 

And now excuse me, I’m gonna grab those Hunger Games books and pay another visit to Panem.