Die Blutschule von Max Rhode (aka Sebastian Fitzek)

Ich habe letztens “Das Joshua Profil” von Sebastian Fitzek* gelesen, in dem es um Max Rhode und teilweise auch um die Ereignisse in “Die Blutschule” geht und dachte so bei mir, dass es ja echt toll wäre, würde jemand, am besten Herr Fitzek selbst, dieses Buch noch ergänzend herausbringen. Nach einer kurzen Internetrecherche stellte sich heraus: Das Buch gibt es schon, es schon, es erschien gut zwei Wochen vor dem Joshua Profil. Natürlich wurde es bei nächster Gelegenheit gekauft und (fast) sofort gelesen.

Simon und Max ziehen mit ihren Eltern aus Berlin in die Einöde, an einen See.Mit dem als Pädophilen bekannten Stotter-Peter als Nachbarn und einen Jugendbande, die es vom ersten Moment an auf die beiden abgesehen hat. Der sonst so liebevolle Vater verändert sich durch den sogenannten Seelenspiegel und nimmt seine Söhne mit auf einen Ausflug auf eine einsame Insel. Er will sie unterrichten, was die Gesellschaft sie nicht lehren will: Fallen stellen. Opfen jagen. Menschen töten.

Die ersten zwei Seiten sind etwas verwirrend, da der Erzähler (Simon) bereits die gesamte Geschichte kennt und rückblickend in einem Tagebuch davon erzählt und quasi mit der Tür ins Haus fällt. Das Gefühl legt sich ab Seite drei jedoch, wenn Simon von Beginn an erzählt. Das Buch hat eine recht lange “Aufbau”phase, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tut, lernt man hier doch auf spannende Weise erst einmal sämtliche Figuren kennen, die dem Leser (und den Hauptfiguren) auch den übernatürlichen Teil der Geschichte erklären. Denn dies ist kein typischer Fitzek Thriller. Es handelt sich (trotz Betitelung der Erstauflage durch den Verlag) um einen Horrorroman. Was typisch Fitzek ist, ist die fesselnde Art zu schreiben und die Schockmomente, die in diesem Buch vor allem gegen Ende platziert sind und den Leser das Buch nach der letzten Seite mit einem leicht unguten Gefühl beiseite legen lassen. (Kleiner Tipp: Vielleicht nicht unbedingt vor dem Schlafengehen lesen, wenn man zu Albträumen neigt…) Witzig ist jedoch, dass wer nach der letzten Seite noch umblättert, vielleicht in der Hoffnung, dass es doch noch einen schönen beruhigenden Schlusssatz gibt, nicht auf eine übliche Danksagung stößt, sondern auf eine Beschwerde.

 

Alles in allem ein rundherum gelungenes Lesevergnügen, dass den Leser immer mehr in seinen Bann zieht. Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Goldsternchen.

 

 

*Die Review gibt es hier.

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