Der letzte Engel by Zoran Drvenkar

“Hier lies das mal. Ist ein wenig seltsam, aber vielleicht magst du es ja.”. Und auf einmal hatte ich dieses Buch in der Hand. Ein ansprechendes Cover in schwarz-weiß, ein mir bisher unbekannter Autor. Da ich aber vorerst andere Bücher viel dringender lesen wollte, wanderte Der letzte Engel erstmal ins Bücherregal. Bis ich ihn vor ein paar Tagen herauskramte und aufschlug.

Motte ist ein 16jähriger Junge, der eine seltsame E-Mail erhält, dass er, sobald er  am nächsten Morgen aufwacht, tot sein wird. Er versucht, die Nacht über wach zu bleiben, schläft aber unbemerkt ein und erwacht am nächsten Morgen tatsächlich tot. Zu allem Überfluss hat er ein paar Flügel bekommen. Als wäre das nicht genug, ist auch noch Die Bruderschaft hinter ihm her. Mona und Esko suchen nach Motte, sie sind, die ihm die warnende E-Mail geschrieben haben, und Lars versucht, seinen besten Freund Motte zu finden.

So viel Potential diese Geschichte an sich mitbringen mag, es wird in diesem Buch bei Weitem nicht ausgeschöpft. Der Autor beherzigt den Rat, den Leser mit dem ersten Satz mitten in eine Situation hineinzuwerfen, leider beginnt das Buch mit den Worten “Und dann halten sie an einer Tankstelle.”, was in mir gleich den Wunsch weckt, das Buch wieder beiseite zulegen. Hinzu kommen diverse andere Sätze wie “Er war am Verbluten.”. Da kringeln sich mir sämtliche Zehennägel. Nicht nur der Sprachgebrauch lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig, auch die Geschichte wird sehr verworren präsentiert. Was als Mysterium wohl die Neugier des Lesers wecken soll, wird im Fall dieses Buches eher frustrierend. Anrechnen muss man dem Autor jedoch, dass er es am Ende schafft, alle Stränge sinnvoll zu verknüpfen. Und kaum sind alle Stränge verknüpft, endet das Buch. Ein offenes Ende, denn anscheinend hat mein Glück wieder zugeschlagen, immer das erste Buch einer Reihe zu erwischen, ohne bis zur letzten Seite auch nur zu ahnen, dass es sich um einen Mehrteiler handelt. Das Buch wird gegen Ende zwar besser, den zweiten Teil werde ich jedoch nicht lesen, jedenfalls werde ich darin kein Geld investieren.

Dieses Buch bekommt 2 von 5 möglichen Goldsternchen.

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